Purwien & Kowa (Second Decay) & DJ: Kai Hawaii
01.11.2016, 14:00 bis 20:00 Uhr +
Purwien & Kowa (Second Decay) & DJ: Kai Hawaii
Tickets: https://www.deinetickets.de/shop/skh/de/start/?g=7258
Einlass: 14Uhr
Beginn;14Uhr
Ende: 20Uhr
Eintritt ab 18 Jahren!
Kai Hawaii präsentiert noch einmal seine New Wave Party in unserem Dark Day Disco Format am 1.11.2026.
Nutzt den VVK, denn die letzten Dark Day Discos waren alle ausverkauft!
Als Special Guest sind unsere Freunde von Purwien & Kowa dabei die mit Ihrem tanzbaren Synth Pop uns zum letzten mal in der Sub erfreuen werden.
Sie präsentieren dazu Ihren neuen Tonträger „Sechs“ der am 9.10.2026 erscheint!
Christian Purwien ist uns sicher allen noch als Stimme seiner Band „Second Decay“ bekannt, die mit Ihrem Hits „I Hate Berlin“ und „Herz aus Glas“ schwarze Hits gelandet haben.
Ausserdem ist sein Song „Leb Wohl“ auf allen Synth Tantflächen bekannt!
Purwiens Zusammenarbeit mit Joachim Witt im Song „Alle Fehler“ sollte hier auch nochmal erwähnt werden!
Wir freuen uns sehr auf Euch und dieses Special-Event!
ES GIBT BANDS, DIE WERDEN MIT JEDEM ALBUM REIFER. PURWIEN & KOWA NICHT.
Mit SECHS liefern CHRISTIAN PURWIEN (Stimme, Texte, gelegentlich Haltung) und THOMAS
KOWA (Synthesizer, Songs, gelegentlich Größenwahn) ihr sechstes Album ab – und beweisen
damit eindrucksvoll, dass man auch ohne Erfolg einfach weitermachen kann.
Produziert wurde das Ganze von OLAF WOLLSCHLÄGER, der entweder sehr geduldig ist oder
den Humor der beiden versteht. Wahrscheinlich beides.
Musikalisch bewegt sich SECHS zwischen 80er-Jahre-Referenz, ironischer Selbstzerlegung
und dem verzweifelten Versuch, doch noch einen Hit zu schreiben (Spoiler: siehe ITALO
DISCO IN SAN FRANCISCO).
Und damit fangen wir auch an: ITALO DISCO IN SAN FRANCISCO nimmt uns mit auf eine
Zeitreise in die 80er, in der sich FALCO, GORBATSCHOW und BLONDIE die Klinke in die Hand
geben. Ein musikalisches Wimmelbild im Gewand eines Hits – doch bei den beiden Herren
kann man sicher sein, dass sie den potentiellen Hit durch stillose Verkleidungen, absurde
Videos oder eine schlecht übersetzte englische Version des Songs in den Sand setzen.
GENRE: Synth-Pop
ALBUM: Sechs
RELEASEDATE: 9. Oktober 2026
FORMAT: Digital und CD.
LABEL: Town and Towers
MEMBERS: Christian Purwien, Thomas Kowa
LOCATION: Deutschland/Schweiz
HOMEPAGE: https://PURWIENKOWA.COM
PODCAST: https://DISKO80.DE
SOCIAL: Facebook https://tinyurl.com/36btmena
instagram.com/christianpurwien
youtube.com/@purwienundkowa8244
Mit CONCORDE heben PURWIEN & KOWA frühzeitig ab – Champagner, Kaviar und Überschall inklusive. Da hat jemand wohl jetzt erst KRAFTWERK entdeckt, anders ist nicht zu erklären, warum der Song so klingt, als sei Florian Schneider noch jung und knackig, statt skelettiert.
HINTER GLAS ist der emotionale Mittelpunkt des Albums – oder zumindest das, was PURWIEN & KOWA dafür halten. Beziehungen, Distanz, Sehnsucht – alles da. Nur die Lösung fehlt, aber das ist wiederrum realistisch. Immerhin zeigt CHRISTIAN PURWIEN, dass er früher gute Texte schreiben konnte, denn der Song ist eine Coverversion seiner halberfolgreichen Band SECOND DECAY, die sich vor allem dadurch auszeichneten, dass sie schon in den 80ern ein 80er Revival starteten.
Dann wird’s politisch (also fast): WE’RE WRONG ist eine Art moralischer Leitfaden für eine Welt, die sowieso nicht zuhört. Immerhin sind sich hier alle einig: Wir sind falsch. Schön, dass das mal geklärt ist.
Mit SYSTEM folgt die offizielle Abrechnung mit allem – Gesellschaft, Logik, wahrscheinlich auch Druckern. Man ist „nur ein Rad im System“, aber immerhin ein ziemlich gut gestimmtes. GRAVITY zieht das Ganze dann emotional runter auf den Boden der Tatsachen: Verlust, Leere und die Frage, wie jemand einem einfach die Schwerkraft wegnehmen kann. Spoiler: Kann er.
Mit BANDIT 2000 erreichen PURWIEN & KOWA schliesslich den Punkt maximaler Selbstentlarvung: Man will alles sein – Bandit, Papst, Star – und covert sich dabei doch nur selbst. Selten wurde musikalische Ambition so ehrlich demontiert. Und weil das Leben nicht nur tragisch, sondern auch unerquicklich ist, kommt IRGENDWAS IST IMMER – ein Song für alle, die selbst im Pech noch einen Grund finden, sich zu beschweren. Also für uns alle.
EYES OF ARAGON bringt eine Priese dystopische Weltbeobachtung ins Spiel – zwischen Philosophie und Verschwörung, mit genug Pathos, der vorgibt, das alles ernst zu meinen. Auch hier zeigt sich die Faulheit der Protagonisten, statt sich wie alle anderen die Songs einfach von der KI schreiben zu lassen, covern sie sich erneut selbst, dieses Mal allerdings KOWAs frühere Band NO COMMENT, zu der wir besser keinen Kommtar abgeben.
Und dann ist da noch ME AND MY SYNTHEX– vermutlich die einzige Liebesgeschichte der Welt, in der ein Synthesizer die Hauptrolle spielt. Was zuerst absurd klingt, ergibt erschreckend viel Sinn. Warum allerdings THOMAS KOWA glaubt, diesen Song singen zu müssen, lässt tiefer blicken als sein dünnes Stimmchen hinab reicht. Während andere Bands krampfhaft versuchen, relevant zu bleiben, haben PURWIEN & KOWA beschlossen, konsequent irrelevant zu sein. Sie machen Podcasts über die 80er, veröffentlichen Alben mit mathematisch fragwürdigen Konzepten und empfehlen aktiv, ihre andere Band namens HELDAUTOMAT nicht zu hören. Das muss man sich erstmal trauen.
SECHS ist ein Album über große Themen: Liebe, Verlust, Systemkritik, Synthesizer und Kaviar im Flugzeug. Vor allem aber ist es ein Album über zwei Menschen, die genau wissen, was sie wollen – und es trotz all der Warnungen auch tun. Und genau deshalb funktioniert es. Oder um es in der Sprache der Band zu sagen: WE’RE WRONG. Und das ist gut so.

Comments are closed