Die 80er waren mehr als nur Neon und Schulterpolster. Hinter der grellen Fassade entstand in Clubs und Hinterzimmern eine Musik, die bis heute nachhallt: New Wave.

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Aus dem Rauschen des Punks geboren, aber ohne dessen Wut, brachte New Wave etwas Neues ins Spiel – Melodie, Experimentierfreude und einen Sinn für Stil. Bands wie Joy Division, Depeche Mode, The Cure, New Order und Duran Duran formten eine Ära, in der Synthies auf Gitarren trafen und die Tanzfläche zum experimentellen Raum wurde.

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Was New Wave ausmachte? Der schmale Grat zwischen Pop und Avantgarde. Zwischen melancholisch und tanzbar. Zwischen Radiohit und Underground-Geheimtipp. In Städten wie Manchester, London und Berlin entstanden Sounds, die später als Darkwave, Synth-Pop und Electronic Body Music (EBM) weitergewachsen sind.

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Warum das heute noch relevant ist

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Weil diese Musik nicht altert. Weil junge Bands heute noch versuchen, diesen Klang zu fangen. Und weil auf jeder guten Party irgendwann jemand „Bela Lugosi’s Dead“ oder „Blue Monday“ auflegt – und der Raum steht still.

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Als DJ hat man ein besonderes Verhältnis zu dieser Zeit. Man spielt nicht nur Platten; man bewahrt ein Erbe. Jeder Abend ist eine Zeitreise – und gleichzeitig Gegenwart. Die Synthies klingen frisch, die Bässe treffen immer noch ins Mark.

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Fünf Platten, die ich immer dabei habe:

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1. Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
n2. Depeche Mode – Black Celebration (1986)
n3. The Cure – Disintegration (1989)
n4. New Order – Power, Corruption & Lies (1983)
n5. Bauhaus – In the Flat Field (1980)

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New Wave war nie Retro. Es war immer schon die Zukunft, nur mit besserem Haarspray.

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